Wovon die Kinderlosigkeit von Politikerinnen (nicht) erzählt

Die Sunday Times hat eine Foto-Grafik mit kinderlosen Politikerinnen veröffentlicht. Genau. Innen. Es waren nämlich tatsächlich nur Frauen abgebildet. Die Liste nennt unter dem Titel „Childless politicians“ Theresa May, Angela Merkel, Angela Eagle, Ruth Davidson, Natalie Bennett und Justine Greening. Die Freude darüber war bei so manch Betroffener enden wollend:

twitter.com/RuthDavidsonMSP

Screenshot via twitter.com/RuthDavidsonMSP

Ausgangspunkt der mittlerweile breit diskutierten Grafik war die Erzählung der schottischen Politikerin Nicola Sturgeon. Sie berichtete über ihre ungewollte Kinderlosigkeit und eine Fehlgeburt vor ein paar Jahren. „Nicola Sturgeon was detailing a personal story, which she herself states is to overcome the taboo of talking about miscarriage, yet the paper reinforced every taboo with the panel they used to highlight it“, bringt die Gründerin von Women 50:50, Talat Yaqoob, die Kritik gegenüber theguardian.com schön auf den Punkt.

Abgesehen davon, dass männliche und weibliche Politiker*innen immer noch unterschiedlich behandelt werden (wie viele Politiker haben wohl keine Kinder?), wenn es um (Nicht-)Elternschaft geht, hat die Veröffentlichung auch gezeigt, wie biologistisch und ignorant Boulevard und Mainstream immer noch sind. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel zum Beispiel hat zwei Söhne, die ihr Mann aus einer früheren Partnerschaft mit in die Ehe brachte.

Keine Kinder zu haben, gerade dann wenn es sich um eine Frau* handelt, die in der Öffentlichkeit steht, wird unterm Strich häufig als Statement gehandelt. Immer noch müssen sich Politikerinnen den Vorwurf gefallen lassen, der Karriere den Vorzug gegenüber einer Familie zu geben. Dies wird ihnen als egoistischer und empathielos machender Charakterzug ausgelegt.

Dabei gibt es bekanntlich viele Gründe, warum Frauen* kinderlos sind. Sie alle gehen niemanden, schon gar nicht eine breitere Öffentlichkeit etwas an.

Dass Mutterschaft und Politik für viele kaum vereinbar sind, ist ein offenes Geheimnis – und das beginnt vielfach schon auf unterster Ebene. Die Orte, die Zeiten, die Rahmenbedingungen machen es gerade für junge Müttern schwer, daran teilzunehmen (… und ja, verrauchte Buden in linken Kreisen zähle ich auch zu kinderfeindlichen Orten, von wegen „einfach mitnehmen“). Elternschaft und die viele unbezahlte Arbeit, die daran geknüpft ist, ohne die eine kapitalistische Gesellschaft nicht funktionieren kann, lastet auf den Schultern von hauptsächlich Frauen*.

Die geringe Zahl der hochrangigen Politikerinnen, die auch Mütter sind, zeigt indes auch, dass es eine (wenn man so will) demokratische Schieflage gibt, wenn es um Repräsentation geht. Politikerinnen können, nachdem sie keine Arbeitnehmerinnen sind, in Österreich nicht einmal in Mutterschutz geschweige denn in Karenz gehen.

Und so ist diese Tatsache ein weiterer Mosaikstein im Erklärungspuzzle, warum die Politik – abseits von per se konservativen und patriarchalen Bestrebungen – auch weiterhin Forderungen nach mehr Kinder-Betreuungsplätzen, reduzierter Vollarbeitszeit oder besserer Unterstützung von Alleinerziehenden meilenweit hinterher hinken wird. Denn jene, die mit diesen Realitäten tatsächlich kämpfen, haben schlichtweg kaum adäquate politische Vertretungen.

Popkulturelle Mütter-Gang

Ich bin kein Fan von Fergie Duhamel. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, zur Verteidigung ihres rundum kritisierten neuen Songs „M.I.L.F. $“ anschreiben zu müssen. Der us-amerikanischen The-Black-Eyed-Peas-Sängerin wird vorgeworfen, ihr neues Lied, sei ein feministischer Fehltritt, verlache „normale“ junge Mütter sowie deren wankendes Körperselbstbewusstsein und sie selbst gebe damit kein gutes (feministisches) Vorbild ab.

Aber es ist platter Pop. Pop in Reinform. Und in dieser heilen Popmusik-Welt wohnen neuerdings auch Mütter, die mit ihrem Selbstbewusstsein hausieren gehen. So what? Je mehr sich das mediale Mütterbild differenziert, umso besser. Und diese popkulturelle Mütter-Gang [1] trägt das ihre dazu bei. Mutterschaft, Stillen, sexuelles Begehren, Karriere – das alles wird im „M.I.L.F. $“-Video in eine glatte Barbie-Girl-Welt gegossen. Damit identifiziert sich vermutlich niemand – und entsprechend vermutlich auch keine Mutter. Aber warum sollte das auch plötzlich der Anspruch an Popmusik sein? (Oder hat sich tatsächlich irgendwer mit „Fergalicious“ identifiziert?)

Screenshot: Fergie

Screenshot: Fergie „M.I.L.F. $“

Die konstruierte Pop-Welt an sich (!) hat ungezählt viele Problematiken (Normschönheit, Sexyness-Muss, Sexualisierung und Objektivierung von Frauen*, Oberflächlichkeit, Geld-Fixiertheit usw.), aber dass in ihr jetzt auch Mütter vorkommen – und zwar als Akteurinnen –, tut dem Mütterbild gut. Die vielen Mütter in dem Video halten zusammen und setzen damit auch ein Zeichen gegen die medial herbeigeschriebenen Mommy Wars. Sie tragen ihre Mutterschaft nach außen, tanzen auf der Straße (ja, auch in der Milchdusche), verführen junge Männer (man muss der Herkunft des Akronyms schließlich auch gerecht werden) und treten beruflich wie privat auch kinderlos in Erscheinung. Außerdem mag ich die schiefe Milch-Metapher, die den gesellschaftlich gepflegten Ekel vor Muttermilch elegant umkehrt. [2]

Screenshot: Fergie „M.I.L.F. $“

Popmusik folgt eigenen Regeln. Fergie zeigt mit ihrem Video: Ja, ich bin Mutter geworden, aber ich habe mich nicht verändert. Sie macht einfach das weiter, was sie immer gemacht hat: Hochglanz-Popmusik. Nur, dass jetzt sie jetzt eben auch noch ein Kind hat. Das ist eine starke und gute Botschaft. Eine feministische, wenn man so will.

Mutterschaft hat viele unsexy Momente, Phasen, Zeiten. Vielleicht wollen manche Mütter daran beim Konsum von Musik eben nicht erinnert werden? Vielleicht wollen sie sich in ihren Lieblingssongs auch als Mütter repräsentiert sehen? Jede Frau* hat ihre eigenen Ängste, was Mutterschaft aus einer macht. Die Angst, sich zu verändern und eine andere zu werden – werden zu müssen, ist eine von vielen. Deswegen finde ich es schön, wenn der Mainstream, in dem Mütter vor allem liebende Sorgewesen oder andernfalls zu verachtende Rabenmütter sind, um die Figuren, die Fergie in ihrem Video erschaffen hat, erweitert wird.

„This whole mess doesn’t look anything like motherhood“, schreibt the Stir über das Video. Was soll man darauf auch erwidern, außer: Well, that’s the point, I guess.

Fergie M.I.L.F. $

Screenshot: Fergie „M.I.L.F. $“


[1] Kim Kardashian West, Chrissy Teigen, Ciara, Devon Aoki, Alessandra Ambrosio, Natasha Poly, Angela Lindvall, Isabeli Fontana, Amber Valletta, Tara Lynn, and Gemma Ward

[2] Chrissy Teigen, die Stillende im Video, teilt passenderweise auf Snapchat immer wieder Stillfotos. Sie hat die harsche Verhaltensmaßregelung, die Mütter in der Öffentlichkeit erfahren, auch am eigenen Leib erfahren und erst kürzlich die unleidige Kritik fürs Ausgehen-trotz-Jungmutter erfahren (‚Shame me too!‘ John Legend lashes out at critics of Chrissy Teigen’s parenting skills after they left their three-week old daughter with a sitter).

Tja

Nachdem sich die Eltern mit den Hula-Hoop-Reifen verausgabt haben und nicken, um zu zeigen, das Prinzip von Sprache, Raumverständnis und Bewegung verstanden zu haben, entsteht eine längere Stille. Diese betretene Atmosphäre von Elternabenden, wenn Erwachsene in Kinderumgebungen wie unbeholfene Ries_innen herumstehen. Eine der Betreuer_innen nimmt sich ihrer beherzt an: „Ich jedenfalls stelle immer wieder fest, dass Burschen ein besseres räumliches Verständnis haben als Mädchen. Sie können auch besser mit Zahlen.“ Sie nickt in sich hinein. Ich schaue stirnrunzelnd in die Runde, bin vorübergehend sprachlos. Burschen können besser. Wie mich diese Aussage ärgert. Unabhängig von der Zuordnung von bestimmten Kompetenzen. Unabhängig von der ständigen Einteilung in Buben und Mädchen („Ich lasse sie dann immer durchzählen: wie viele Mädchen? wie viele Buben? Da haben sie Freude am Zählen. Juhu, heißt es dann, die Burschen sind mehr!“). Diese stereotypen Geschlechter-Allgemeinplätze heben doch immer nur hervor, was Buben besser können. Das konstruierte Defizitgeschlecht Mädchen. Ein Vater meint, das zeige die Statistik, ja, aber das verändere sich oft im Laufe der Zeit. Warum das so sei, wissen man wohl nicht. Während sich erneut Stille ausbreitet, weise ich auf den Faktor Sozialisation hin. Immerhin sei es mittlerweile bekannt, dass Buben häufiger mit Zahlen und Bau-Spielen konfrontiert bzw. darin bestärkt würden als Mädchen. Die Runde nickt verhalten. Ja, stimmt. Die Erziehung. Die Elterngruppe sammelt sich und wechselt zur nächsten Station. Arbeitsblätter: „Eva hat das Sonntagsfrühstück vorbereitet. Wie heißen die Dinge, die sie auf den Tisch gestellt hat?“ und „Peter baut mit Bausteinen einen Turm. Formen zuordnen und zählen.“ Tja.

Das Internet macht mich auch immer wieder sprachlos. Zum Beispiel, wenn sich ein Vater Feminist nennt, weil er sich mehr Männer in seiner Elternzeit-Situation wünscht. Aber nicht etwa aus den bekannten feministischen Gründen dafür. Nein, er ist schlichtweg genervt von den Müttern. Seine Wutrede darf er dann in einem „Frauenmagazin“ verbreiten, wo er sich auch wundert, „warum ihn nicht alle dieser Mütter aufgrund seines grandiosen, mittlerweile vierzehntägigen feministischen Engagements super finden“, wie es Jochen König (http://jochenkoenig.net/2016/05/04/manner-mussen-mutter-werden) schön formuliert. Tja.

Währenddessen lese ich auf Twitter von Vätern und ihren so ausufernden wie teuren Hobbys. Golf, Mountainbike, Fischen, Segeln, wasweißich. Ja, jedes Elternteil braucht Freizeit für sich. Auffallend ist nur, in wie vielen heterosexuellen Beziehungen die Mütter schnell am Abend noch eine Runde laufen gehen oder im Schlafzimmer kurz die Yogamatte ausrollen, während die Väter nachmittagsweise oder länger verschwinden, um einer Beschäftigung zu fröhnen, die nicht nur zeit-, sondern oft auch geldintensiv ist. Vielleicht ist nicht die Lohnarbeit, sondern die verbliebene Zeit, die Gestaltung der Freizeit, der Dreh- und Angelpunkt von allem, denke ich. Aber auch, dass es mehr Berichte wie den von Melanie von Glücklich scheitern (http://gluecklichscheitern.de/das-50-50-prinzip-im-hause-gluecklich-scheitern) braucht, um der Sache tiefer auf den Grund zu gehen. 50:50 nach Lehrplan geht eben nur, wenn zwei Menschen gleich sind. Und das ist nie der Fall. Ich will nachhaken, nachgrübeln. Ein andermal, denke ich. Lieber aufs Sofa und noch ein paar Seiten lesen – ja, ich habe auch so ein günstiges und zwischendurch ausübbares Hobby. Tja.

Die Mama-Schublade

Endlich! Für die „Mama von heute“ gibt es nun einen Styleguide. Mit tollen und inspirierenden Fotos. Denn wir wissen: „Mutter, Freundin, Frau: Moderne Mamas vereinen viele Rollen in sich„. Alles wirklich ganz bezaubernd. Mama – der neue Modetrend. Der hippe Bildband vom Knesebeck-Verlag verspricht Vielfalt und will Mut machen – sprich: viele gut situierte trendige (fast ausschließlich weiße) Mittelschichtsfrauen … pardon … Mittelschichtsmütter. Auf den Fotos tummeln sich 25- bis 45-Jährige, die das Kunststück vollbracht haben, Mütter zu werden und Frauen zu bleiben. In ganz unterschiedlichen Konstellationen! Konstellationen meint in dem Fall: mit keinem, einem oder mehreren Männern in Voll- oder Teilzeit.

Tja, das ist wirklich die geballte Bandbreite (arme Mütter, lesbische Mütter, queere Mütter, arbeitslose Mütter, Teenage-Mütter … aber wer will denn all diese Fässer aufmachen?). Da ziehe ich lieber gleich meinen imaginären „Bad-Hair-Day-Hut“ und wälze mich in meinen „maximal beweglich[en]“ Hosen. Vielleicht setze ich demnächst auf mein rebellisches Potenzial und tauche in „Baumwoll-Pyjamahosen“ auf einer Abendveranstaltung auf oder, noch besser, „schock[e] beim Abholen der Kinder die anderen Mütter (…) mit [meiner] Glanzlederhose„, because I can – no risk, no fun. Danach lasse ich mich dann generös auf meiner Über-den-Dächern-von-Wien-Dachterrasse ablichten. So cool! So Frau-geblieben!

Aber vermutlich umsonst. Immerhin sind diese Styleguide-Frauen Ausnahme-Mamas. Den anderen Müttern ist ihre Lässigkeit nämlich zwischen den Hofer/Aldi-Rechnungen und der postpartalen Depression stecken geblieben. Oder sie haben einfach keine Nerven fürs Styling. Oder – imagine! – kein Interesse daran.

Unterm Strich: schöne Fotos, schöne Menschen, schöne Bedeutungslosigkeit. Oder eben nicht. Denn damit wird erneut die Markierung „Mutter“ als ausschlaggebendes Charakteristikum inszeniert – etwas, das mir wirklich sauer aufstößt. Denn nur als Lifestyle darf Mutterschaft herhalten, sobald es gesellschaftspolitisch wird, gehen die Wogen im Feuilleton hoch: nur nicht jammern, nur nicht bereuen, nur nicht öffentlich stillen, nur schön unsichtbar bleiben, liebe Muttis. Muttis – abwertend spucken die Autor*innen das Wort in ihre Proklamationen und Anschuldigungen. Wenn Mütter sich nämlich über ihre Lebenssituation beschweren, dann fällt es Kommenator*innen schwer Contenance zu behalten und über den Tellerrand zu blicken: Bitte behelligt uns nicht mit eurem Opfergehabe! Und noch fieser: Habt ihr denn nie Badinter gelesen? Oder Vinkens? Ihr hättet es besser wissen müssen, dass Muttersein eben kein Kindergeburtstag ist! Hättet ihr euch nur gebildet, anstatt euch von Instagram-Bildern verblenden zu lassen!

Oder von Styleguides.

Handelt doch endlich politisch, schreit uns aus der Zeit also zuletzt Kulturreporterin Susanne Mayer entgegen.

Ich bin sprachlos. Nein, wirklich. Diese Ignoranz und das Vorbeiargumentieren an Lebenswirklichkeiten, dieses Unsichtbarmachen von jahrelangen Kämpfen und diese elitäre Überheblichkeit, das alles macht mich einfach nur mehr sprachlos.

 

„I give up. No, you don’t. Yes, I do.“ (Weiter-)Studieren mit Kind.

Beim Mittagessen bin ich gerade über diesen Tweet gestolpert.

Bildschirmfoto 2016-02-08 um 13.16.45Daraufhin habe ich kurz nachgedacht, warum es bei mir anders und doch ähnlich ist. Im Folgenden habe ich diesen Nachdenkprozess verschriftlicht, Irrungen und Wirrungen seien mir nachgesehen.

Im Diplomstudium selbst erinnere ich mich an keine Mütter. Eine Freundin bekam ihr Kind praktisch in Anschluss an die Magistraprüfung – aber das war’s (und zählt nicht wirklich). Nach Studium und einigen Jahren im Job ist mir fad geworden und ich habe beschlossen, ein Doktoratsstudium zu beginnen. Das erste Jahr sicherte die Möglichkeit einer Bildungskarenz in Österreich finanziell ab – nach einer bestimmten Zeit der Vollerwerbstätigkeit kann man eine solche betragen und bekommt finanzielle Förderung in der Höhe des jeweils berechneten Arbeitslosengeldes – und wie es dann weitergehen hätte können … nun, ich habe mich darauf verlassen, dass ich dann schon „irgendeine Lösung“ finden würde. Und wenn nicht, dann hätte ich ein schönes Jahr intellektueller Auszeit gehabt.

Soweit so falsch gedacht. Gleichzeitig mit dem Studiumstart wurde ich schwanger. Ich legte mich also in der um drei Monate verkürzten Zeit, an deren Ende eine Geburt stand, umso mehr ins Zeug, verlor mich in der Wissenschaft und schnell war mir klar: Ich will das Ding fertig bekommen, koste es, was es wolle. Es hat bisher tatsächlich viel gekostet: viel Zeit und viele Nerven aller Beteiligten – ja, aber vor allem viel Geld (Lohnarbeit, Karenzgeld, AMS-Geld, Förderstipendium und nicht zuletzt Partnereinkommen sei Dank).

Warum ich überhaupt davon überzeugt war, es hinzukriegen (und was mich nach wie vor dazu anspornt, das Studium zuende zu bringen): In meinem Dissertantinnen-Seminar saßen anfangs ausschließlich Frauen* und unter ihnen zwei Mütter, eine von ihnen bereits mit zweitem Babybäuchlein. Tatsächlich stießen im Laufe der Zeit zwei weitere Mütter dazu, und andere, bereits weiter fortgeschrittene Doktorandinnen verkündeten ebenfalls ihre Schwangerschaft. Neben theoretischen Diskussionen über den Stand unserer Arbeit fanden wir immer Zeit für den Austausch über das Dasein als Eltern. Unsere Doktormutter ist keine Mutter, aber sie freute sich sichtlich über neue Geburten, erwähnte die Mutterschaft durchaus rücksichtnehmend bei Abgabezeiten, aber ließ sich nie darauf ein, Elternschaft als Ausrede für irgendetwas gelten zu lassen. Versuchte es eine doch, missbilligte sie das sichtlich. Die Standards waren und blieben hoch.

Mittlerweile haben ein paar Mütter abgeschlossen, noch mehr Mütter haben aufgegeben und der Rest der Mütter steckt wie ich noch mehr oder weniger mitten drin. Auch die Zusammensetzung der Gruppe hat sich verändert: Unter den regelmäßig Anwesenden im Seminar sind neben der Doktormutter nur mehr zwei Frauen, zwei Mütter um genau zu sein. Der Rest sind vor allem jüngere Männer*. Ich weiß nicht einmal, ob einer von ihnen Vater ist und es ist mir auch egal – weil sie sehr offensichtlich und angesichts ihrer Möglichkeiten (Veröffentlichungen, Tagungen, Konferenzen …) nicht Halb- geschweige denn Vollbezugsperson für ein Kind sind. Die Elterngespräche finden abseits statt. Ich habe plötzlich das Gefühl, für „die etwas andere Karriereberatung“, wie es eine Kollegin einst nannte, ist nicht nur kein Platz mehr, sondern sie würde meine Professionalität in der Runde in Frage stellen.

Die Anwesenheit von Müttern bestärkt andere Mütter

Die Anwesenheit vieler promovierender Mütter hatte Elterschaft zum Thema gemacht und als wesentlicher Arbeitskontext in unser Begleitseminar zur Disseration miteinbezogen. Auch wenn sich die Situation von den Personen her jetzt dramatisch geändert hat, denke ich gerne und bestärkend an die Anfangszeit zurück. Besonders dann, wenn ich momentan ab und zu das Gefühl habe, angesichts der geschäftigen Kollegenschaft immer zehn Schritte hinterher zu hinken. Auch, weil ich neben dem Studium Geld verdienen muss (und eher nebenbei studiert als nebenbei gearbeitet habe), um meinen wichtigen Beitrag zum Familieneinkommen gewährleisten zu können.

Welches Resümee kann ich aus meiner persönlichen Situation schließlich ziehen? Kein aufregend Neues. Nur so viel: die Anwesenheit von Müttern bestärkt und stützt Mütter. Das gilt natürlich eben auch in der Wissenschaft. Eine Doktormutter ermutigt möglicherweise mehr Frauen* zu promovieren. In meinem Fall spielte ihr Fachgebiet, das traditionell weiblich konnotierte Bereiche umfasst, vermutlich auch eine große Rolle. Auffällig war, dass bis auf eine Ausnahme alle Kolleginnen ihre Kinder erst im Laufe des Dissertationsprozesses bekommen haben. Natürlich spielt dabei auch unser Alter (Ende zwanzig, Anfang/Mitte dreißig) eine logischerweise nicht zu unterschätzende Rolle. Stellt sich die Frage nach denen, die bereits viel früher, während des Bachelor-, Master-/Diplomstudiums Eltern geworden sind. Gibt es sie und ist ein Doktorat für sie überhaupt denkbar?

Ein Exkurs in die Statistiken

In Deutschland haben laut 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 5 Prozent der Studierenden ein oder mehrere Kind/er. 82 Prozent davon sind verheiratet oder leben in fester Partner*innenschaft. Studierende mit Kind im Erststudium sind durchschnittlich 31 Jahre als – und damit 7,6 Jahre älter als kinderlose Studierende.

In Österreich sieht die Situation ähnlich aus, wobei der Bericht vom IHS „Nicht traditionell Studierende in Österreich“ (von Martin Unger; aus der letzten Studierenden-Sozialerhebung 2011 [1]) explizit Mütter auszeichnet, die 5 % der Studierenden bzw. 5,2 % aller Bildungsinländer*innen ausmachen. Studierende Eltern (mit mindestens einem Kind unter 27 Jahren) sind in Österreich im Schnitt sogar 13 Jahre älter als Studierende ohne Kind. Laut Zusatzbericht „Studierende mit Kindern“ (Petra Wejwar, Andrea Laimer, Martin Unger) haben insgesamt 9 Prozent der Studierenden Kinder unter 27 Jahren. 1 Prozent der Studierenden ist alleinerziehend. Unter studierenden Eltern sind 12 % alleinerziehende Mütter und 1 % alleinerziehende Väter. Die Studie kritisiert, dass es speziell für alleinerziehende Studierende kaum Informationsmaterial und unterstützende Institutionen gäbe.

In dem Bericht heißt es: „Je jünger das Kind, desto höher der Anteil studierender Väter (während die Mütter ihr Studium vermutlich unter- oder abgebrochen haben), je älter das Kind, desto höher der Anteil der studierenden Mütter (während die Väter vermutlich bereits abgeschlossen oder abgebrochen haben).“ Laut einer IHS-Befragung nennen übrigens nur 3,8 Prozent der Studienabbrecher_innen Vereinbarkeit mit der Familie als Grund für die Nicht-Beendigung des Studiums. Während nur 40 Prozent der Mütter mit der Betreuungssituation zufrieden sind, finden diese 60 Prozent der Väter gut: „Alle Arten von Betreuungen werden am meisten von Alleinerziehenden, gefolgt von Müttern und am wenigsten von Vätern, nachgefragt.“ (guess why)

Eine traurig-bezeichnende Tendenz aus dem Bericht: „Gerade in dem Alter, in dem Kinder die meiste Betreuung brauchen (bis 3 Jahre), ist der Anteil der Mütter (…) seit der letzten Erhebungswelle gesunken. (…) Studierende mit Kindern, die noch nicht im schulpflichtigen Alter und damit ganztätig betreuungspflichtig sind, haben es besonders schwer, ihre Elternschaft mit dem Studium und gegebenenfalls auch ihrer Erwerbstätigkeit zu vereinbaren.“ Und: „Eine Balance zwischen Kinderbetreuung, Studium und Erwerbstätigkeit zu finden, ist für viele studierende Eltern, vor allem für jene mit Kindern unter 7 Jahren, nicht einfach: 71% der Mütter und 63% der Väter geben an, Studium (und gegebenenfalls Erwerbstätigkeit) und Kinder seien schwierig zu vereinbaren. Jede vierte studierende Mutter hat ihr Studium wegen einer Schwangerschaft oder Kinderbetreuungspflichten unterbrochen, ein Drittel der Mütter kann nach eigenen Angaben nicht alle Lehrveranstaltungen besuchen, weil sie zu den entsprechenden Zeiten keine Betreuungsmöglichkeiten finden können.“

Eine ausführliche Liste an Forderungen für ein besseres und unterstützenderes Umfeld für Eltern in der Wissenschaft insgesamt gibt es bei Fuckermothers: https://fuckermothers.wordpress.com/2015/07/19/eltern-in-der-wissenschaft-strukturwandel-statt-wertewandel/, darunter etwa die Stärkung des akademischen Mittelbaus, die Finanzierung von Kinderbetreuung bei Auslandsaufenthalten, mehr Stipendien für Eltern, die Sorgearbeit übernehmen, und eine Anrechnung von Stipendien auf Elterngeld.

Zahlen über Doktoratsstudierende fehlen

Die Zahlen der Studierenden-Sozialerhebung aus Österreich implizieren zwar auch Doktoratsstudierende, leider wurden diese nicht extra ausgewertet. Da Studierende mit Kind insgesamt durchschnittlich viele Jahre älter sind als Studierende ohne Kind sind auch Spekulationen über diese Variabel hinfällig. Vielleicht nur eine Mutmaßung am Ende: Wer mit Anfang/Mitte 30 mit dem Studium fertig wird, hatte während der langen Studiendauer vermutlich keine Zeit und Muße, sich nebenbei um eine akademische Karriere zu kümmern (Tutor*in-Tätigkeit, wissenschaftliche Mitarbeit usw.). Zudem fehlt nach einer so langen  Studiendauer wohl auch die Motivation, gleich noch ein neues (Doktorats-)Studium dranzuhängen. Und nicht zuletzt ist der ausschlaggebende Faktor der Geld, das dann dringend verdient werden muss.

Schmieds Puls | Bones („I give up. No, you don’t. Yes, I do.“)

 

Nachtrag: Soeben habe ich diesen sehr aktuellen Beitrag gefunden: Mama muss ins Labor (derstandard.at). Darin heißt es: „Jede zweite Frau im Wissenschaftsbetrieb verzichtet laut einer aktuellen Studie [Anm.: des Instituts für Demographie der Akademie der Wissenschaften ] darauf, Mutter zu werden – nicht wegen fehlenden Kinderwunschs. (…) Demnach bleiben 45 bis 60 Prozent der Frauen in der Wissenschaft überhaupt kinderlos. Und die Frauen, die in der Wissenschaft arbeiten, haben weniger Nachwuchs als die Österreicherinnen im Durchschnitt – nur 0,9 statt 1,44 Kinder.


 

[1]: Die neue Studierenden-Sozialerhebung wird im Frühjahr 2016 veröffentlicht.

Einmal Eiskönigin und ganz viel wirres Mütter-Bashing

Passend zur vorweihnachtlichen Geschenke-Manie, ein kurzer Einwurf: Ja, Elsa und Anna aus „Frozen“ sind weiß, normschön, werden sexualisiert inszeniert und es gibt sehr viel an dem Disney-Prinzessinnen-Film zu kritisieren. Das penetrante Belächeln von Mädchen für ihre Begeisterung für „Frozen“ ist aber so ätzend. Kritisiert die kapitalistische Verwertung, das exzessive Merchandising oder die Optik der Figuren an sich – aber wertet nicht die Vorlieben der Kinder ab …

Elsa und Anna sind cool! Die beiden Mädchen/Frauen sind aktive und sehr unabhängige Figuren. Kein Vergleich zu den Prinzessinnen-Figuren, die wir vielleicht aus unserer eigenen Kindheit kennen! In dem Film siegt einmal nicht die romantische Liebe, sondern die Schwesternliebe. Am Ende regiert die Königin Elsa ihr Land ohne Mann. Und ich meine: Die Eiskönigin kann mit bloßen Händen (!) fürchterliche Eismonster kreieren, Eispfeile in Massenproduktion losschleudern und ewige Winter erschaffen. Das lässt Spiderman und Konsorten dezent erblassen, oder?

Im Fasching will das Kind hier, das völlig verliebt in Elsa ist und nur mehr „eiszaubernd“ durch die Wohnung schlittert, übrigens als – nona – Eiskönigin gehen. Ich bin mir ziemlich sicher, sie ist mit diesem Plan nicht die einzige* im Freundeskreis.

Mir fällt das jetzt auch ein, weil ich ein Interview bei Edition F (zuerst und in voller Länge erschienen auf: female-perspectives.de) mit Katrin Wilkens gelesen habe (einer Journalistin und Berufsberaterin, über deren Ansichten ich mich schon einmal hier geärgert habe: Nein, ich höre nicht auf zu jammern). Wilkens findet, dass Frauen* in Elternzeit in Bezug auf den Job verweichlichen und verbreitet ihre Ansichten dazu in zynischen Artikeln. In oben erwähnten Beitrag fühlen ihr gleich mehrere Interviewpartner_innen dazu noch einmal genauer auf den Zahn. Was dabei insgesamt zu kurz kommt, ist, dass es in Wilkens Artikeln natürlich immer nur um eine bestimmte Schicht von privilegierten Frauen* geht.

Was hat damit aber die Eiskönigin zu schaffen?

Wilkens sieht die Wurzel allen Übels im Kleinen – in einem Geschlechterbild, das wir tagtäglich zementieren. Soweitsogut, stimme ich ihr sogar noch zu. Als Beispiel nennt sie dann aber den Fasching, wo es dann eben 17 Prinzessinnen gäbe. 17! Ich habe an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen, dass in der Kritik von weiblich konnotierten Verkleidungen sehr viel verinnerlichte Abwertung von weiblichen Vorlieben steckt. Denn während bei den männlich konnotierten Verkleidungen automatisch differenziert wird, passiert dies bei den 17 vermeintlichen Prinzessinnen nicht. Auf der einen Seite des Spektrums sehen wir Räuber, Piraten und Cowboys und auf der anderen Seite sehen wir die Feen, Zauberinnen und Königinnen nicht. (Darüber hinaus übersehen wir, dass es sich eigentlich um ein Kontinuum handelt.)

Katrin Wilkens meint: „Und auch ich bin oft hin- und hergerissen und frage mich, ob ich jetzt ein politisches Fass aufmache oder das Kind einfach als Prinzessin zum Fasching gehen lasse.“ Das ist so absurd. Wie politisch oder gar feministisch ist es, seinem Kind eine Faschingsverkleidung zu verbieten, die absolut harmlos ist? [1]

Aber Wilkens hört natürlich nicht bei der Faschingsverkleidung mit ihren Abwertungen auf. Diese gelten nämlich etwa auch jenen Frauen, die als Wiedereinstieg nach der Karenz mit einem Blog starten und von ihr als naive Trutschen gesehen werden, die keine Ahnung von Marketing haben und sich wundern, warum sie mit Tagebucheinträgen kein Geld verdienen können.

Die Interviewpartner_innen versuchen immer wieder auf strukturelle Bedingungen hinzuweisen, die Rolle und Verantwortung der Politik ins Gespräch einzubringen – vergebens. Katrin Wilkens lässt sich durch nichts von ihrem schäbigen und teilweise unreflektierten Mütter-Bashing abbringen. Tatsächlich könnte und sollte man einfach den Kopf schütteln und weiterleben, aber sie veröffentlicht ihre kruden Ansichten immerhin auf Spiegel Online.

Und während Mütter alles doof und falsch machen, können wir uns bei den Vätern abschauen, wie es richtig geht: „Väter auf dem Spielplatz tauschen sich zum Beispiel auch übers Scheitern aus und finden so eine gemeinsame Ebene. Mütter kommen in einen gigantischen Konkurrenzkampf über Zucker im Essen und Nutella-Brote in der Kita. Da würden Väter nie drauf kommen.

Vielleicht lebe ich in einer Parallelwelt. Oder in einem Parallel-Universum. Ja, vermutlich. Das meine ich sarkastisch, aber gleichzeitig auch nicht.

Zum einen ist es natürlich so, wenn in der Kindererziehung vieles recht gleichberechtigt funktioniert, dann sind die Diskussionen und Überlegungen über Zucker und Impfen und Fieber undundund auch meist recht ausgewogen auf die beiden Elternteile verteilt. Zum anderen ist es jedoch aber vermutlich so, wenn eins alleinerziehend ist, oder aber allein für so elementare Erziehungsangelegenheiten verantwortlich ist, weil sich der Partner (sic! aus den bekannten Gründen) nicht drum schert, dann ist der Austausch mit anderen Elternteilen am Spielplatz oft sehr hilfreich.

Aber ja, Väter tauschen sich auch übers Scheitern aus. Was für eine großartige Leistung.

1GTss

Ach, ja. Zurück zur Eiskönigin. Im Freundeskreis des Kindes finden übrigens nicht nur Mädchen die eiszaubernde Elsa cool, sondern auch der eine oder andere Bub.

Wir können nicht immer nur starke Mädchenfiguren fordern, sondern müssen sie, wenn sie dann da sind, auch sehen und annehmen. Ja, Elsa ist bestimmt nicht perfekt. Aber das sind die machoiden Superhelden-Figuren freilich auch nicht. Aber Elsa ist endlich einmal eine Superhelden-ähnliche Prinzessin, nein, eine Königin, die völlig unabhängig agiert und stark ist und dominant, kämpferisch und fehlerhaft, eigensinnig und charakterstark.


[1] Es gibt einige Faschingsverkleidungen, die aus sehr guten Gründen nicht in Betracht gezogen werden sollten, wie dieser Text von Ringelmiez über kulturelle Aneignung und Alltagsrassismus im Fasching schön erklärt.

Einfach nur Zeit

Viele Menschen um mich herum hadern momentan mit dem Leben und wie sie alle Dinge, die sie gerne täten, schaffen sollen. Alle haben zu wenig Zeit. Oder besser gesagt: zu wenig Zeit, in der nicht Lohnarbeit oder Care-Arbeit oder Alltagsorganisationsarbeit den Takt vorgeben. Motivationskrise in Bezug auf das Leben mit Kindern nennt Jochen König das auf seinem Blog so schön, was ich auch gerade empfinde. Es passieren wirklich viele sehr schöne Sachen mit Kindern, aber die nehmen eben auch viel Platz für sehr (!) viele intellektuelle wie spaßige Erwachsenensachen weg, nach denen ich mich gerade auch so sehne. (Und dabei merke ich, dass es kinderlosen Menschen eigentlich und sehr oft gar nicht anders geht.)

Zeit-Management, haucht es mir da ins Ohr. Während ich das schreibe, sollte ich längst den Laptop zugeklappt haben und in der U-Bahn nach Hause sitzen. Uff …

Aber ich weigere mich, meine Zeit wie eine Salami in Scheiben zu schneiden, zu folieren und zu etikettieren: Beziehungszeit, Freund*innenzeit, Familienzeit, Zeit mit dem Kind (aber bitte unbedingt: Quality Time!), Arbeitszeit, Hobby, Me-Time.

Und nein, ich bin kein Fan von Me-Time. Ich weiß, sie hat eine wichtige Berechtigung und viele können viel Kraft aus ihr schöpfen. Aber ich wehre mich dagegen, weil es doch wieder nur unterm Strich als ein Konzept für Frauen* und Mütter konzipiert ist. Vielleicht passend dazu auch: Antonia hat auf umstandslos einmal ein paar Gedanken zum Konzept der (feministischen) Selfcare zusammengetragen.

Kann ich nicht einfach meine Zeit nutzen – ohne sie zu kategorisieren und katalogisieren?

Ist es nicht vielmehr das Zerlegen und Sezieren von Zeit, das uns (mich?) so unter Druck setzt? Die so genannte Quality Time mit dem Kind – oder das, was darunter gemeinhin verstanden wird, zum Beispiel. Die kann ersatzlos gestrichen werden. Natürlich nur in der Buchführung, versteht sich. Aber diese Floskel von wegen: Ich arbeite und verbringen zwar nicht viel Zeit mit meinem Kind, aber diese wenigen Stunden, die dafür „intensiv“ bla. Das ist doch Schwachsinn. Schon wird wieder bewertet: gute Mutter, schlechte Mutter. Rabenmutter.

Ich kann am Abend genauso gut „intensiv“ in der Badewanne sitzen und das Kind spielt neben mir am Boden, meinetwegen schaut es einen Film. Wir sind beide glücklich, entspannen nach einem anstrengenden Tag, sind zusammen in einem Raum, plaudern ein wenig. Me-Time, Quality Time, Entspannungszeit, Familienzeit – wow. Und gleich vier Fliegen auf einen Streich.

Wohoo! (oder doch nur: Slow Clap?)