Manche Freitage sind aus dem Takt

Schule also. Ich jage der Zeit hinterher. Oder sie mir. Wie war’s? Gut. Und, schön. Eh. Zwischen den Zeilen lesen. Halbschlafsätze sezieren. Gespräche nehmen, wie sie kommen. Beim Warten auf Grün unter den Regenschirm gedrängt, zwischen Orangen und Karotten beim Billa, als zahnpastamundiges Geplapper. Neue Charakterzüge. Alte Muster. Auf Abstand haltend und die Luft abschnürend. Loslassen wollen. Sollen. Müssen. Lange, so lange Minuten eine Runde um den Block drehen. Das spielende Kind schon vor dem inneren Auge, um die Ecke biegen. Einmal, zweimal. Stattdessen dunkle, leere Gassen. Ein Spaziergänger mit Hund. Zwei junge Frauen, die ihre Fahrräder abschließen. Wie lange können Minuten sein? Ein zerknirschtes Kind auflesen. Der unsichtbare Finger wird wieder von der Slow-Motion-Taste genommen. Die Zeit jagt uns. Oder wir sie. Sieben Jahre. Sieben und sieben ist vierzehn und sieben ist einundzwanzig.

Mavi Phoenix | Aventura

 

Gedankenfreitage.

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