303.000

Im letzten Jahr sind 303.000 Frauen* bei der Geburt gestorben. In den vergangenen 25 Jahren verlief die Geburt für insgesamt 10,7 Millionen Frauen* tödlich. 99 Prozent von ihnen kommen aus den Ländern des globalen Südens. Nach wie vor bekommt dort nur die Hälfte aller Frauen* während der Geburt die notwendige Gesundheitsvorsorge. Von allen Entwicklungszielen der UN ist die Reduzierung der Müttersterblichkeit das am weitest verfehlte.

An diesem Muttertag (morgen, ja) möchte ich den Gedanken der Solidarität mit allen Müttern und gebärenden Menschen hochhalten.

Es gibt unzählige Projekte, die Geld für sichere Geburten und Schwangerschaften sammeln. Charity hat seine Berechtigung, ja. Aber darüber darf nicht vergessen werden, dass nicht Gelder, sondern patriarchale Strukturen das Hauptproblem sind. Das beweist auch, das schleppende Vorankommen des besagten UN-Entwicklungsziels – das nach Expert*inneneinschätzung am kostengünstigsten aller Entwicklungsziele gelöst werden könnte.

If you have come here to help me, then you are wasting your time … But if you have come because your liberation is bound up with mine, then let us work together.“ (Lilla Watson)

Die Reduzierung von Müttersterblichkeit geht Hand in Hand mit der Stärkung von Frauen*rechten.

Die Initiative Mutternacht hat diese Woche in Wien zu einem Filmabend zum Thema Müttersterblichkeit und Solidarität geladen. Die gezeigte Dokumentation „Sister“ von Brenda Davis kann via iTunes und amazon-instant-video gekauft, geliehen oder gestreamt werden (kostenpflichtig).

Happy Mother’s Day.

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