Gesprächsfetzen an der Jausentheke. (Ziemlich) Postpartum.

Während mir die Frau den Fruchtsaft über die bestrichenen Vollkornbrote hinweg reicht, spricht sie weiter in Richtung anderer Kundin: „Ich war ja jahrelang Filialleiterin von dem ganzen Laden – da gab’s das Jauseneck‘ noch gar nicht. Aber dann sind die Kinder gekommen. Zehn Jahre war ich daheim. Wenn man Kinder hat, will man ihnen ja auch etwas bieten. Früher war das zumindest so. Und jetzt? Nichts mit Filialleitung. Jetzt steh‘ ich fast schon wieder zehn Jahre hier im Jauseneck‘.“

Die beiden nicken sich ein Seufzen zu. Ich schlucke.

Zum Weiterlesen: Gesprächsfetzen postpartum

One thought on “Gesprächsfetzen an der Jausentheke. (Ziemlich) Postpartum.

  1. Ich muss ehrlich sagen, zuerst dachte ich „Selbst schuld, wieso bleibste och so lange heeme“. Wenn ich mir das kurze Gespräch nochmal durchlese, gehen zehn Jahre bei drei Kindern fix rum, wenn man mal mindestens 2 Jahre pro Kind mit Schwangerschaft und dem doch noch regulären 1 Jahr Elternzeit betrachtet.

    Und dann dacht ich mir…mensch, du denkst genauso wie du es bei anderen verurteilst. Welche Motive sie fürs heimbleiben hatte, ist doch egal, frau kann es eh keinem Recht machen und bei guter Arbeit hat sie genauso die Chance auf Aufstieg verdient wi alle anderen. Die Erfahrung hat sie ja trotzdem, trotz Pause…

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