Erlesene Mutterschaft X

„Weißt du, was ich glaube?“, fragte sie. „Einer Frau wie Jola würde es guttun, ein Kind zu bekommen. Denk mal an Luisa. Oder Valentina. Wie nervös die immer waren. Und wie ruhig sie durch ihre Kinder geworden sind.“

Antje verfügte über eine große Anzahl spanischer Freundinnen, die sie um ihre blonden Haare beneideten und die allesamt entweder Kinder hatten oder Kinder erwarteten oder beides. Es ärgerte mich maßlos, dass Antje keine Gelegenheit ausließ, mir durch die Blume ihren eigenen Kinderwunsch zu präsentieren.

„Meinst du nicht, dass ihr ein Kind gut stehen würde?“

Ich sagte: „Du weißt genau, dass ich keine Kinder will. Also hör auf mit dem Scheiß.“

Juli Zeh – Nullzeit

7 thoughts on “Erlesene Mutterschaft X

  1. Ja ! Dieser Herzmuskeln zerschreddernde Metapherregen. Mut und Chuzpe in der Familienpackung…ahhhhh❤ ! Aber auch: EnDePol reden…das haben wir gemeinsam😉. Schön, dass du immer wieder die Spur außergewöhnlicher Autor_innen markierst…was hätten wir uns viel zu erzählen, träfen wir uns einmal…liebste Grüße, aMv

  2. Ok…auch wenn ich mich sonst bemühe, nicht auszuschließen, in diesem Fall mache ich eine Ausnahme: Weg mit den Konjuktiven ! Auf die Hoffnung und die Vorfreude,dass aus Ideen bald Realität ensteht…yay !

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