Neue Väter. Ein Perspektivenwechsel.

Am Vorabend seines Karenzbeginns haben der Freund und ich uns betrunken angestoßen. Worauf genau, darauf haben wir uns nicht festgelegt. Auf in einen neuen gemeinsamen Abschnitt! An diesem Tag wurde auch in seinem Büro angestoßen – inklusive Witze über seine interne Pionierrolle als Väterkarenzler. Er solle froh sein, dass zumindest die Stillzeit vorbei sei. Und dass er vermutlich in einem Monat verzweifelt wieder zurück ins Büro wollen werde. Und dass er sich nur nicht allzu große Hoffnungen machen solle, weil der Sommer eher mau würde. Ab in den großen langen Urlaub, so der Tenor. Um mit einem Augenzwinkern zuzugestehen: Nein, Kinderbetreuung ist natürlich eh Arbeit, gell!? Haha, genau. Ein bisschen muss ich mich bei solchen Erzählungen immer ärgern, auch wenn ich mich eigentlich freue, dass zumindest in diesem Kreis der nächste werdende Vater nur mehr schwer sagen kann „ich kann einfach nicht in Karenz gehen, weil … wegen der Arbeit, du weißt schon“. Anders als bei den Kolleginnen, die parallel Mutter wurden, gab’s bei meinem Freund natürlich große Diskussionen und Versuche, das von ihm angepeilte halbe Jahr zu verkürzen. Aber ehrlich. Ein halbes Jahr? Fast zwei Jahre vorher angekündigt? Eine Firma, die so etwas nicht managen kann … ich weiß auch nicht. Ganz zu schweigen von den (noch) (werdenden) Müttern dort, wenn sie hörten „Na, aber ob du diese oder jene Rolle nachher auch noch spielen kannst, können wir dir nicht versprechen“. Nun, es ist durchgefochten und mein Freund „darf“ ganz offiziell ein neuer Vater sein.

Aber was ist eigentlich ein neuer Vater? Und was sind die dazugehörigen neuen Mütter? Mein Freund meint zur Debatte um die Identitätskrise besagter neuer Väter, dass er zwar nicht von Krise sprechen würde, aber er eben so überhaupt keine Vorbilder für sein elterliches Tun habe. Aber ehrlich gesagt, ich doch auch nicht. Nicht wirklich. Nicht außerhalb dieses Internets. Genau, so er daraufhin, aber ich hätte immerhin den Feminismus.

Wer hat’s nun schwerer? Und wenn ich weiß, dass der Fehler schon in dieser Frage liegt, warum stelle ich sie dann andauernd?

(Bild via karmakonsum.de)

Wir beide, also mein Freund und ich, brechen aus dem traditionellen Rollenbild aus. Eigentlich gar nicht so extra bewusst, sondern weil es für uns persönlich ein natürlicher Weg ist. Seitdem ein Kind mit im Spiel ist, wurde es kompliziert. Salopp und wenig differenziert gesagt, bedeutete K.s Geburt für uns: Ich wollte weniger vom klassischen Frauenbild und er mehr. Aber wir haben uns geirrt, dass wir unseren Weg einfach so fortsetzen würden können, denn diese Rechnung kann nicht ohne „die“ Gesellschaft gemacht werden. Ich muss mich seither durchsetzen gegen Stimmen, die mein Leben kommentieren und damit suggerieren (oft erstaunlich unsubtil), dass ich keine gute Mutter bin und egoistisch und und und. Und er? Er muss sich durchsetzen gegen Stimmen, die ihn zwar weniger kommentieren, die ihn aber mehrheitlich mit einem milden Lächeln bedenken. Oder besser gesagt, belächeln, weil er sich ja so bemüht und weil er nun eben seinen „Spleen“ auslebt. Dafür gibt es aber portionsweise Lob (für sein Engagement und so. Ich dagegen muss froh sein, „so einen Mann“ gefunden zu haben…). Wogegen sich mein Freund unabhängig davon auch noch durchsetzen muss, sind jene Stimmen, die ihm in der Arbeitswelt Steine in den Weg legen wollen. Mit den Problemen, die bislang hauptsächlich nur Mütter betroffen haben.

Seht ihr, worauf ich hinaus will?

Ich bemühe mich wirklich, eure Probleme zu verstehen, liebe (verhinderte) neue Väter. Aber wenn ich ehrlich bin, außerhalb meines privaten Umfelds, scheren sie mich einen Dreck. Denn ihr lebt eure Ängste auf den Rücken der (eurer) Frauen aus. Ihr drückt euch, wovor Frauen sich nicht drücken können. Ich will eure blöden „ich bin gefangen im Rollenbild“-Ausreden nicht mehr hören. Und auch nichts von Männlichkeitsverlustängsten. Oder, dass der Job dann drunter leidet oder eben die Finanzen. Woohoo! Denkt ihr, das ist neu für Frauen, die Mütter sind oder werden wollen? Merkt ihr nicht, dass ihr eine Wahl habt und wir noch immer nicht?

Warum regt mich das Thema neue Väter – oder dessen mediale Behandlung (selbst in seiner Widerlegung) – eigentlich so auf? Es sind ja nicht die neuen Väter selbst, die mich aufregen. Nur die, die nur so tun als ob sie dazugehören (weil sie z. B. glauben, mit zwei Karenzmonaten ihren Anteil beigetragen zu haben bzw. dass nach einer halbe-halbe Karenzzeit alles gut sei bzw. dass Windelwechseln und Flascherlgeben unschlagbar entgegenkommen sind). Und die, die sie belächeln. Und am meisten regt mich natürlich nach wie vor diese Struktur auf, die tausend Gründe bereithält, warum das mit dem neuen Vatertum doch noch nicht so ganz funktioniert.

All diese Probleme, die junge Väter beschäftigen, die Identitätssuche, die Ängste, der Gegenwind, all diese Probleme entsprechen meinen Problemen als Frau und Mutter zutiefst. Vermutlich kränkt es mich, dass der Kampf dieser männlichen Minderheit um so viel positiver quittiert wird, als jener von Frauen. Mich ärgert auch, dass bei Müttern immer nur die Rede ist von der „Karriere“, die mit der Familie zu vereinbaren sei. Bei Männern ist es grundsätzlich kompliziert. Das Thema Kind und Karriere ist ein wichtiges, aber doch nicht der Dreh- und Angelpunkt der Diskussion. Denn damit wird die Mehrheit der Frauen von vornherein ausgeschlossen. Es muss auch um die Frauen in Niedriglohnberufen und um Frauen in anderen prekären Beschäftigungsverhältnissen gehen. Um Frauen mit Jobs eben. Es muss viel genereller um unsere Lebenskultur und Arbeitswelt gehen bzw. um deren Veränderung (eine bekannte Utopie dazu ist die Vier-in-einem-Perspektive und stammt von Frigga Haug). Auch das ärgert mich: Dass mit den „neuen Vätern“ wieder nur ein einzelner Aspekt eines großen Themas gefunden wurde, der mittlerweile schon seit ein paar Jahren medial durchexerziert wird und der doch nur elegant an der Kernproblematik vorbeischwindelt.

(Bild via www.smh.com.au (c) Cathy Wilcox)

Dieser Knopf in meinem Kopf mag sich bei dem Thema gar nicht lösen. Ich würde mir eine Politik wünschen, die gegen diese Strukturen wirkt – die wünschen sich Feminist_innen ohnehin. Mittlerweile tendiere ich zudem immer mehr dazu, den_die einzelne_n in die Pflicht zu nehmen. Sehr viele sind nicht in der Lage dazu, das ist mir bewusst. Aber es sind zu viele, die ein Umdenken in Unternehmen durch persönliche Entscheidungen (wie es eben ein Karenzantrag sein kann) bewirken könnten, die darauf verzichten, obwohl sie die Ressourcen hätten. Dass diese Männer Farbe bekennen, das wünsche ich mir. Und zwar nicht als Entgegenkommen an die Frauen, die sonst wieder nur vom „good will“ der Männer abhängig sind, sondern aus einem Umdenken heraus, das anerkennt, dass auch der Kindesmutter die Möglichkeit gegeben sein muss, sich für oder gegen ein Lebensmodell zu entscheiden: „Solange sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern, besteht für mich als Vater (wenn ich ein gleichberechtigtes Elternverhältnis anstrebe) auf der individuellen Ebene die Aufgabe, für die Mutter meines Kindes die Voraussetzungen für eine möglichst große Entscheidungsfreiheit zu schaffen. Das bedeutet für mich: Ich muss deutlich machen, dass ich gerne dazu bereit bin (auch alleine!) mit dem Kind zuhause zu bleiben!“ (Jochen König via Fuckermothers)

Und wenn dann aus einer Gruppe unbeirrbarer Männer eine (für Staat und Wirtschaft) nicht mehr zu überhörbare Masse geworden ist, dann können wir uns auch den persönlichen Befindlichkeiten dieser neuen Väter annehmen.

Eine Preview darauf sei an dieser Stelle gewährt: „Stay-at-home mothers feel these same stresses. But the ways men deal with them are another matter entirely. As proud and contented as I feel with my children, and as comfortable as I am with the choices my wife and I have made, there are definitely times when I find myself desperately needing to do something specific to assert my manhood. I daydream about spending weekends with a few buddies in the mountains, throwing a hatchet into a tree, or finding the time to grab a paddle and spend hours of solitude on a river in a canoe„, schreibt der Stay-at-Home-Father Brent Jordan (in einem grundsätzlich liebenswerten Artikel mit Gedanken über Elternzeit, die vermutlich vielen Müttern aus der Seele sprechen) – und ignoriert dabei allerdings galant, dass auch Mütter, die ihre Erfüllung eben nicht in der gesellschaftlich übergestülpten Mutterrolle sehen, ebenso nach Möglichkeiten suchen, ihr Dasein unabhängig von dieser zu bestärken. Doch ihr Sehnen danach wird nicht von allen Seiten mit verständigen Blicken und Aufforderungen unterstützt, sondern im Gegenteil: Sie ernten vielfach bloß Unverständnis.

Dieser Stolz darüber, die anspruchsvoll-herausfordernde Babyzeit daheim zu meistern, der aus den Gesichtern der neuen Väter springt, den sollten auch Mütter empfinden können. Alle. Nicht nur die neuen.

Besonders und allen voran die, die nicht durch eine_n Partner_in entlastet werden.

22 thoughts on “Neue Väter. Ein Perspektivenwechsel.

  1. Ich stimme dir von ganzen Herzen zu. Ich ärgere mich auch unendlich darüber, dass von den Müttern wie selbstverständlich Dinge erwartet werden, für die die Väter viel Lob und Anerkennung ernten.
    Für mich war es eine große Genugtuung, als nach 4 Monaten Elternzeit der Mann an der Reihe war und nach kürzester Zeit feststellen musste, dass die Pflege eines Babys um Dimensionen fordernder und anstrengender ist, als man sich das von „außen“ so vorstellt. Und zwar viel anstrengender als Arbeiten gehen.

  2. Ich stimmte Dir auch mal wieder vollkommen zu. Und diese augenzwinkernden Urlaubs-Witze kennt mein Freund auch von seinem Arbeitgeber. By the way: Du hast immer überaus schicke Fotos!

  3. Bedingungsloses Grundeinkommen, Treue und Grrrl Spirit « Reality Rags

  4. JA !!!

    Was habe ich mich darüber hinaus schon geärgert ( und tue es noch ) über all die cookies, die der Vater unseres Kindes förmlich nachgeschmissen bekommt für Dinge, die bei mir als ’normal‘ angesehen werden – mit Stempel Mutter auf der Stirn.
    Wie er sich selbstverständlich auch mal rausziehen kann, während ich dafür immernoch gemaßregelt werde ( krah krah ).
    Farbe bekennen und die cookie-Annahme verweigern wäre da das Mindeste.
    Ich freue mich aufrichtig über alle, die es wirklich versuchen/losgehen/machen um Ausnahmen in Normalität zu verwandeln.
    Weil Solidarität nun mal vor allem von Oben nach Unten funktioniert sollten sich neue Väter (und die, die es werden wollen) bewusst machen, dass es ohne sie und ihren Part beim Demontieren überkommener Elternrollen schlicht nicht gehen kann.

    Alles Gute für euer Betreten neuer(er) Pfade🙂.

  5. Klasse Artikel! Mein Herz geht immer wieder ein Stück weiter auf, wenn ich sowas lese (btw: irgendwie fast immer nur von Frauen, was ist da los?).
    Aber mal andersrum: Ich bin 23 und noch ein gutes Stück vom Fortpflanzen entfernt. Habe aber schon jetzt das Gefühl, ich möchte, trotz allen emanzipatorisch reflektierten Gedankengängen, gerne die Elternzeit selbst in Anspruch nehmen (nicht weil ich eine Vagina habe, sondern weil ich ich bin und einfach will!), sofern der/die PartnerIn damit einverstanden ist. Von der restlichen Gesellschaft wird das verstanden (is ja klar). Von den Menschen, die mich sonst am meisten verstehen aber weniger. Ich kriege nicht die Rabenmütter-, sondern die Hausmuttchenvorwürfe und die kränken mich ehrlich gesagt noch viel mehr. Von der Gesellschaft kritisiert zu werden ist das Eine, daran bin ich gewöhnt, von seinen „eigenen MitstreiterInnen“ etwas Anderes. Und wenn ich als Frau/Mann/Mensch doch nach Gestaltungsfreiheit des eigenen Lebens streben will/soll, dann doch bitte auch in alle Richtungen! Und wenn ich irgendwann Lust auf Lockenwickler und Blümchenschürze habe (ich mag Blümchen!!!), dann will ich die verdammt nochmal auch anziehen dürfen. Einem stereotypen Frauenbild entgegenzuwirken heißt doch nicht automatisch, allen seinen Facetten aus dem Weg zu gehen! Es heißt doch eigentlich nur, dass ICH nicht MUSS und ALLE ANDEREN auch DÜRFEN… Oder hab ich Feminsmus nicht verstanden?!

    • @ Fräulein Montag

      Als Linksliberaler denke ich ohnehin, dass die Selbstentfaltung nach eigenen Vorstellungen ganz wichtig ist – und jedes politische Ideal hinsichtlich der geschlechterspezifischen Lebensgestaltung dahinter zurück zu treten hat.

      Nachbemerkung:

      Es gibt eben unterschiedliche Richtungen im Feminismus, darunter auch solche (teils mit guten Begründungen und einem Arsenal an passender Theorie dazu), bei denen „undoing gender“ und „against heteronormativism“, ähem: geradezu zur Primärforderung schlechthin gewachsen ist, und als politisches Konzept bisweilen solche dogmatische Züge aufweist, dass die autonome persönliche Lebensgestaltung – ein Stück weit – unter die Räder gerät.

      Normenkritik und auch b) Modelle von Gegennormen finde ich persönlich auch wichtig, gerade um auf diesem Weg höhere Freiheitsgrade in der persönlichen Lebensgestaltung zu erreiche. Es mag allerdings sein, dass einzelne, sich vor allem kritisch verstehende queerfeministische Subkulturen kaum noch Verständnis für Angelegenheiten von „Heten“ und „Normalos“ haben. Eine Gegennorm, und sei sie noch so progressiv gemeint, ist eben auch eine Norm…

      P.S.
      Blumen und Blümchen sind toll!
      😀

  6. Bin ich ein “Neuer Vater” oder wird die Rolle der Mutter falsch betrachtet? › Der NetzBlogger

  7. Fräulein Montag, ich kann dir nachfühlen: damals aus wirklich finanziellen gründen war es bei der geburt unserer tochter völlig klar, dass ich 11 und mein mann nur 3 monate elternzeit nimmt. bei meiner rückkehr ins berufsleben war es ebenso klar, aus den selben gründen, dass ich die wochentage ohne tagesmutter auffange und nur 4 tage statt 5 arbeite.
    inzwischen habe ich einen karriereschritt gemacht, der unsere tätigkeit finanziell gleichstellt. das töchterlein geht 5 tage die woche in den kindergarten. ganz ehrlich: ich sehe den 5. wochentag jetzt als meinen redlich verdienten tag freizeit/zeit für mich und meine pläne an, an dem ich gerne auch dinge für die familie erledige – aber bitte eben ohne kind im schlepptau. ich WILL im augenblick gar nicht mehr arbeiten – ganz abgesehen davon, dass ich auch nicht weiß, ob mein mann den spieß umdrehen wollen würde – und ich will mich dafür nicht als „un-feministisch“ fühlen, weil es für mich eine entscheidung ist, die nur mein leben betrifft. tatsächlich sehe ich mich sogar in einer priviligierten lage, weil ich für mein leben die arbeit bzw. „karriere“ im beruf als priorität meiner gesamten lebensqualität bzw. einer guten work-life-balance unterordne. und nach einer near-burnout-erfahrung weiß ich, was ich als berufstätige mutter an einem arbeitsfreien tag habe (und würde diesen auch meinem mann gönnen).
    damit will ich nicht anderer leute lebensentscheidungen kommentieren. ich frage mich aber, ob jede individuelle lebensentscheidung immer gleich das scheitern des feminismus bedeutet.

  8. Mädchenmannschaft » Blog Archive » Doing Gender, Doing Sexism, Doing rebel grrrl convention – Die Blogschau

  9. Vor lauter Kopfnicken fällt der Kopf bald ab.
    Die neuen Väter sind ziemlich angefressen von all den Komplimenten dafür dass sie wissen, wie eine Windel schließt.
    Die Mütter kriegen die gehobene Augenbraue – und gern mal die Unterstellung, sie hätten sich ja aus eigenen Karriereerwägungen einen „unmännlichen Mann gesucht“ (Was für ein gigantisch idiotischer Zirkelschluss)

  10. Guter Artikel! Ja!
    Ich freue mich, diesen Seite entdeckt zu haben.
    Mein Exmann und ich haben das auch versucht. Arbeitsteilung bei Kind und Beruf, nach 6 Monaten beide wieder Teilzeit gearbeitet. Er hat täglich betont, wie toll das ist, was er da macht… Sich profiliert ohne Ende… Und hat es überall bestätigt bekommen!
    Dass ich als Mutter… Ist ja eh klar.
    Seitdem wir getrennt sind funktioniert das und auch eine wirklich gerechte Aufteilung der Zuständigkeiten besser. Schade, dass dem früher nicht so war.

  11. himmeltag und vaterfahrt und was mütter damit zu tun haben (teil1) | me, myself and child

  12. Nachtrag zu ‘gute Vaterschaft’ | Gefärbte Wahrheiten ◌ Gespenster ◌ Neuigkeiten

  13. Die zweite Perspektive. Wie es auch ist. | aufZehenspitzen

  14. Bin ich ein "Neuer Vater" oder wird die Rolle der Mutter falsch betrachtet? › Der NetzBlogger

  15. Wir haben uns die Elternzeit auch geteilt. Ich wurde wenig kommentiert, meinem Freund dauernd auf die Schulter geklopft, am meisten Unverständnis bekam ich eigentlich von den Müttern mit Babys im selben Alter, aber alles halb so wild. Inzwischen ist meine Tochter 5 und was bis heute geblieben ist: Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, also mal nachts die Familie verlasse, wurde und werde ich jedesmal von mindestens einem Menschen gefragt, wo jetzt gerade mein Kind ist. Als gäb es keinen Vater, keine Babysitter, keine Oma. Als wären Kinder ihr Leben lang nachts an die Mutter geklebt. Wenn ich dann sage: „Beim Papa.“: großes Erstaunen, Bewunderung, Skepsis. Das ist doch schon höchst sonderbar und gibt mir jedes Mal zu denken. Dass es so etwas bemerkenswertes ist, als Mutter nachts das Haus zu verlassen und zum Frühstück nicht wieder da zu sein.

  16. Berufstätige Väter … oder so | aufZehenspitzen

  17. Neue Väter. Ein Abgesang. – aufZehenspitzen

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