Und jetzt nehmen wir uns an den Händen, …

… beenden diesen #aufschrei und haben uns alle wieder lieb.

Ehrlich oder? Wir haben es doch alle gewusst. Wer Frauen im Alltag sexistisch kommt, fühlt sich im Recht. Wer glaubt, das Ende des Alltagssexismus sei das Ende der Flirterei, mit dem kann keine_r über aufdringliche „Anmache“ diskutieren. Wer findet, dass jene Frauen, die von ihrem Unbehagen oder von ihren Ängsten berichten, wenn des nächtens ein Mann hinter ihnen geht, doch nur Unbeteiligte als Vergewaltiger an die Wand malen, der würde selbst niemals die Straßenseite auf gezwitscherte Zurufe wechseln (ein Schuldeingeständnis quasi). Und die Argumente dafür liefert der, der sich beim #aufschrei pauschal dafür schämt (Stichwort #scham), ein Mann zu sein. Es gibt dann natürlich auch noch die, die finden, Frauen stehe die Opferrolle nicht. Und die, die lieber über fehlende Kinderbetreuungsplätze diskutieren wollen. Mir sind auch die untergekommen, die netterweise darauf hinweisen, doch bitte an die „echten“ Opfer von Sexismus zu denken. Oder die, die finden, dass die meisten Frauen nur allzu gerne mit Reizen spielen und sich auch immer wieder gerne die Türe aufhalten lassen. Und außerdem: Aus den Befindlichkeiten einzelner können doch keine Gesetze abgeleitet werden. Wo kämen wir denn da hin?

Genau, wo kämen wir da hin?

Dort, wo sich alle Männer und Frauen auf Augenhöhe begegnen können. Aber dorthin, und das haben wir wiederum alle gewusst, wollen ganz viele Menschen nicht.

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