Wie Mutter (in der Öffentlichkeit) zu sein hat

Heute beim Morgenkaffee diesen schönen Absatz in dem Artikel What is people’s problem with yummy mummies?* von  gelesen:

„Maybe we can have loud conversations about childbirth in public places. Maybe we can express opinions about politics, technology or art while wiping someone’s nose, and expect to be taken seriously. Maybe we don’t care as much as our grandmothers did about the good opinion of passersby, because we are much less dependent on our neighbours‘ approval; we have sources of power and influence that are entirely our own. Maybe none of these things should bother people half as much as they do. And maybe, if you judge us more harshly than you would a father doing exactly the same thing, we will call you on it.“

Das Bild (via robinsart.co.uk) zeigt die Yummy-Mummy-Skulptur von Robin Beuscher. In der Beschreibung dazu heißt es: Yummy Mummy „is it the definition of someone who has had children and who then within ten minutes of giving birth miraculously reverts to their original sylph-like physique. (…) The phrase and the reality are so far removed from each other, and so utterly unobtainable for the averageparent, that this creates yet another source of unreasonable pressure on normal mothers.“ Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Begriff gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn der Künstler selbst auch in die Falle des „Wie-Mütter-zu-sein-habens“ tappt, wenn er von den „normal mothers“ spricht oder einen Absatz später schreibt: „Real mums don’t spend most of their time on improving themselves.“

* Davies verwendet den Begriff „Yummy Mummy“ ungefähr analog zu den Berliner Latte-Macchiato-Müttern. Einen anderen Zugang hingegen hat Bluemilk, die unter dem Label „Yummy Mummy“ auf die Problematik von u. a. Postpartum-Körperdiskussionen hinweist (z. B. hier und hier). In Wien ist mir eine derartige Diskussion über ein bestimmtes als störend empfundenes Bild von Müttern in der Öffentlichkeit glücklicherweise bislang noch nicht begegnet. Zumindest nicht medial diskutiert.

3 thoughts on “Wie Mutter (in der Öffentlichkeit) zu sein hat

  1. Das Frauen.Mütter.Körper.Dilemma « aufZehenspitzen

  2. (Post-)Schwangere Körper in den Medien | aufZehenspitzen

  3. Medialer postpartum Fleischmarkt | aufZehenspitzen

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