Flucht

Wo hat es angefangen? Heute Nacht, als mir der Taxifahrer mein Geld auf die Straße nachschmiss (weil ich pikiert darauf reagiert hatte, dass er sich selbst automatisch 80 Cent Trinkgeld eingesteckt hatte)? Oder als das Kind eine Stunde später wach wurde und nicht mehr schlafen wollte? Vielleicht am Vormittag, als Übermüdung und ein noch immer nicht schlafen wollendes Kind für einen mehr als gereizten Wortwechsel mit dem Freund sorgten? Oder auf dem Weg in den Park, als das Kind mich zum wiederholten Mal zugunsten seines Vaters so brüsk zurückwies, dass mir fast die Tränen in die Augen geschossen sind (und es bei der Erinnerung daran noch immer fast tun)?

Als wir jedenfalls den Sonntagsausflug vorübergehend abbrechen mussten und auf die Straßenbahn warteten, gab es diesen Moment, in dem ich unbemerkt über die Straße laufen und in einer Seitengasse verschwinden hätte können.

Die S-Bahn zum Flughafen. In Gedanken habe ich kurz darin Platz genommen.

(Bild via thisisnthappiness.com (c) Eric Cahan)

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