Mädchen, esst euch schön!

Ich bin bislang Ratgeberbuch-los durch Leben gegangen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Dann kam die Schwangerschaft und dieses Buch (weiterzuempfehlen), gefolgt vom Baby und diesem Buch (ebenso empfehlenswert). Nachdem ich Kind-technisch weiterhin alles „richtig“ machen will, gesellte sich in mein Bücherregal gestern auch noch ein Buch zur Ernährung von Kindern. Der Anfang der Lektüre lässt allerdings Böses ahnen: Ein „Ach!“ und dann noch ein „Weh!“ (in diesem – 4. Bild – Sinne) …

… mehr bleibt zu diesen Zitaten aus „Was Kinder wirklich brauchen. Das Ernährungsbuch für Eltern“ von Ingrid Kiefer und Karl Zwiauer (2011 | Kneipp Verlag) wohl nicht zu sagen …

‚Gemüse ist gesund!‘ Der Begriff Gesundheit hat für ein Kind keine Bedeutung. Mädchen kann man dann schon viel eher mit der Aussicht auf ‚Schönheit‘ beeindrucken. Schöne, glänzende Haare, feste Fingernägel sind für sie viel attraktiver.

Popeye, der Seemann, der in kritischen Situationen immer Spinat isst, ist nur Vorbild für Jungen, die natürlich auch alle groß und stark sein möchten. Für Mädchen hingegen spielt das Image ’stark‘ eine eher untergeordnete Rolle. Deshalb essen Jungen lieber Spinat als Mädchen.

(Bild via netzathleten.de | istock)

Dem allgemeinen Jesper-Juul-Hype konnte ich mich übrigens beim Kinderernährungsbuchkauf nicht entziehen. Jetzt wartet „Dein kompetentes Kind“ geduldig am Nachtkästchen. Da meine Ratgeber-Euphorie sich (verständlicherweise) schon wieder in einen stillen Winkel verzogen hat, bleibt es dort vermutlich noch eine Weile (unter dem und dem) liegen.

5 thoughts on “Mädchen, esst euch schön!

  1. echt jetzt? schön stark? also bei mir hat iss dein gemüse esonst kein nachtisch geholfen… das jesper juul buch ist nett, und hat vorallem die beziehung zu meinen eltern beeinflusst. das wiederum könnte daran liegen dass die das gelesen haben als ich gerade in der pupertät war. alles was für kleine drinn steht, wird erst später interessant, außer so dinge wie das kind mit gleicher würde behandeln. aber das kriegste vermutlich auch so hin…

  2. Das ist ja das Grauen! Dass es so schlimme Sachen zwischen zwei Buchdeckeln überhaupt geben darf…. Au weia.
    Aber der Rest deiner Lektüre gefällt mir sehr. Siri Hustvedt gehört zu meinen Liebsten. Und Remo Largos „Babyjahre“ ist für mich DER Babyratgeber schlechthin (die „Kinderjahre“ sind übrigens eben so gut, finde ich). Falls es dich interessiert, was ich darüber geschrieben habe, schau doch mal hier: http://berlinmittemom.com/2012/09/03/raising-a-child/
    Ich würde mich über deinen Besuch freuen!
    LG

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s