Von tyrannisierten Körpern und einem verlassenen Wien – Wochenendlektüre

Susie Orbach: „Die Industrie zielt darauf ab, Frauen und ihr Körpergefühl zu schwächen, sie kreieren so Bedürfnisse und damit einen Markt, weil die Frauen sich wieder stärker fühlen wollen.“ Die Psychoanalytikerin findet, der Feminismus habe verloren: „Wir bringen Jungs immer noch bei, stark und machomäßig zu sein, wir stecken kleine Mädchen in rosa Prinzessinnenkleidchen und Frauen ziehen sich wie Püppchen an.“ (In: Nido 5/2012)

Bild via www.comunista.at

Christina Maria Landerl: „Ich habe angefangen, die Stadt nach mir abzusuchen. Ich habe nicht viel gefunden. Nichts, was mich an mich erinnert hätte. Keinen Grund, hier zu sein, und auch keine Berechtigung. Offensichtlich hatte ich hier nichts verloren. Also bin ich geblieben.“

Bevor die Glut in dir erlischt, verlass die Stadt, die keine ist.

Erwin Koch: „Sie ist jetzt vierzig und hat Brüste. Nicht dass die hässlich wären oder schmerzten. Aber lieber wäre ihr, Sabine hätte keine. Sie schminkt die Lippen rot und stöckelt durch die Stadt, Kafka im Gepäck oder Frisch, manchmal Funke, Die wilden Hühner oder Tintenherz. Eigentlich will sie keine Frau sein, sagt Sabine B. über die, die sie ist, geboren am 8. August 1971, vier Wochen zu früh. Ganz klein will sie sein, leicht und klein und hübsch, damit jemand Sabine umarmt.“ (In: Datum/2012)

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