You ask why we dance together. We dance ‚cause we can’t speak.

Jezabel! Jezabel!

„Das ist der Raum mit der Wolfsmuttertapete. (…) Es ist der Raum, wo Jezabel sich die Lider mit dem tragischen Flimmer der Geschichte bestäubte, wo Delila ihre Konzession als Kosmetikerin erwarb, der Raum, in dem Salome den siebten Schleier fallen ließ, als sie den Tanz der höchsten Erkenntnis tanzte, mit Storchenbeinen und allem.“

„Kurz darauf kam Buddy ins Zimmer. Wie von Sinnen griffen die beiden Männer nach trockenen Waschlappen und rieben ihr Lippenstift, Rouge und Lidschatten aus dem Gesicht. Die Prozedur war dermaßen grob, daß sie ihr die Wangen aufschürften. Ihre Lippen sprangen auf wie die Haut einer gebrühten Tomate. Ihre Lider schwollen an, bis sie das Gefühl hatte, ihr Zimmer nur noch durch einen Ascheschleier zu sehen. Es war, als sei sie in einen Feuersturm geraten, der ihren reinsten und sanftesten Teil zerstörte. Und währenddessen stießen die Männer immer wieder ein einziges Wort aus. >Jezabel<, sangen sie. >Jezabel!<“

Aus: Tom Robbins „Salomes siebter Schleier“ (Originaltitel: Skinny legs and all)

“Beauty! Wasn’t that what mattered? Beauty was hardly a popular ideal at that jumpy moment in history. The masses had been desensitized to it, the intelligentsia regarded it with suspicion. To most of her peers, ‚beauty‘ smacked of the rarefied, the indulgent, the superfluous, the effete. How could persons of good conscience pursue the beautiful when there was so much suffering and injustice in the world? Ellen Cherry’s answer was that if one didn’t cultivate beauty, soon he or she wouldn’t be able to recognize ugliness. The prevalence of social ugliness made commitment to physical beauty all the more essential. And the very presence in life of double-wide mobile homes, Magic Marker graffiti, and orange shag carpeting had the effect of making ills such as poverty, crime, repression, pollution, and child abuse seem tolerable. In a sense, beauty was the ultimate protest, and, in that it generally lasted longer than an orgasm, the ultimate refuge. The Venus de Milo screamed ‚No!‘ at evil, whereas the Spandex stretch pant, the macrame plant holder were compliant with it. Ugly bedrooms bred ugly habits. Of course, it wasn’t required of beauty that it perform a social function. That was what was valuable about it.”

Aus: Tom Robbins „Skinny legs and all“

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